Willkommen. ich bin Jasmin

Ich bringe Menschen zurück in die Fähigkeit, mit ihren Emotionen im Körper zu leben.

Autor: Jasmin Nowak
Datum: 29.07.2026

 

Du setzt dich hin, startest eine Meditation und möchtest endlich zur Ruhe kommen.

Doch kaum wird es still, beginnt dein Kopf zu arbeiten. Deine Beine werden unruhig, der Atem fühlt sich enger an oder du bekommst plötzlich den starken Impuls, aufzustehen und noch schnell etwas zu erledigen.

Statt Entspannung entsteht Anspannung.

Vielleicht fragst du dich dann.

Warum können andere abschalten und ich nicht?

Die übliche Antwort lautet oft: Du musst es nur häufiger machen. Länger sitzen bleiben. Deine Gedanken beobachten. Die Unruhe aushalten.

Das kann in manchen Situationen hilfreich sein. Es ist aber nicht immer die passende Antwort.

Denn vielleicht liegt das Problem nicht darin, dass du nicht gut meditieren kannst. Vielleicht ist der Weg von deinem vollen Alltag in die völlige Stille für deinen Körper gerade zu abrupt.

Und vielleicht kennst du das Aushalten ohnehin schon sehr gut. Viele Frauen, die viel tragen, lange funktionieren und sich immer wieder zurücknehmen, sind darin geübt, weiterzumachen, obwohl der Körper längst etwas anderes signalisiert. Genau dieses Muster kann auch bei der Meditation auftauchen.

Die Unruhe beginnt nicht erst bei der Meditation

Viele Frauen bemerken ihre Anspannung erst, wenn die äußere Beschäftigung wegfällt.

Solange du arbeitest, organisierst, Nachrichten beantwortest oder dich um andere kümmerst, ist deine Aufmerksamkeit im Außen. Dein Körper läuft mit. Vielleicht hältst du den Atem flacher, spannst den Bauch an oder ziehst unbewusst die Schultern hoch, ohne es deutlich zu bemerken.

Dann setzt du dich hin und wirst still.

Plötzlich gibt es nichts mehr, was deine Aufmerksamkeit bindet. Was vorher im Hintergrund lief, rückt nach vorn.

Die Meditation erzeugt die Unruhe deshalb nicht unbedingt. Sie macht sie möglicherweise nur wahrnehmbar.

Ruhe ist nicht dasselbe wie Regulation

Rund um Meditation und Nervensystem hält sich eine einfache Vorstellung

Wenn ich ruhig sitze, reguliert sich mein Körper.

So eindeutig ist es nicht.

Ein reguliertes Nervensystem ist nicht dauerhaft ruhig. Es kann sich aktivieren, reagieren, Energie mobilisieren und anschließend wieder in einen ruhigeren Zustand zurückfinden. Entscheidend ist die Beweglichkeit zwischen unterschiedlichen Zuständen, nicht möglichst viel Ruhe.

Du kannst deshalb äußerlich still sitzen und innerlich stark angespannt sein.

Und du kannst dich bewegen, hörbar ausatmen oder die Arme ausschütteln und dabei mehr Kontakt zu dir bekommen.

Die wichtigere Frage lautet also nicht: Bin ich ruhig genug?

Sondern: Kann ich wahrnehmen, was gerade geschieht, und angemessen darauf reagieren?

Wenn Sitzenbleiben zum alten Muster wird

Viele Meditationsanleitungen empfehlen, bei der Unruhe zu bleiben und sie zu beobachten.

Das kann helfen, nicht jedem unangenehmen Gefühl sofort auszuweichen.

Es kann aber auch dazu führen, dass du dich erneut übergehst.

Gerade wenn du viel Verantwortung trägst, kennst du das Aushalten vermutlich gut. Dann kann auch Meditation zur nächsten Übung im Durchhalten werden:

„Mein Körper möchte sich bewegen, aber ich bleibe sitzen. Mir wird es zu viel, aber ich darf nicht abbrechen. Ich muss lernen, das auszuhalten.“

Nicht jedes Sitzenbleiben ist Regulation.

Und nicht jedes Aufstehen ist Vermeidung.

Manchmal ist es stimmig, bei einer Empfindung zu bleiben. Manchmal ist es stimmiger, die Augen zu öffnen, den Raum wahrzunehmen oder sich zu bewegen.

Entscheidend ist, ob du noch eine Wahl hast.

Was möchte dein Körper gerade tun?

In vielen Meditationen liegt der Fokus darauf, Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen zu beobachten.

In meiner Arbeit kommt eine weitere Frage hinzu: Was möchte dein Körper gerade tun?

Vielleicht möchten deine Füße den Boden deutlicher spüren.

Vielleicht willst du dich aufrichten, deine Schultern bewegen oder ein paar Schritte gehen.

Vielleicht entsteht der Impuls, die Hände auszuschütteln oder kräftiger auszuatmen.

Es reicht nicht immer, nur zu bemerken, dass dein Körper angespannt ist. Manchmal braucht er auch eine angemessene Antwort.

Das bedeutet nicht, dass jeder Impuls sofort ausgelebt werden muss. Es geht auch nicht darum, möglichst viel aus dem Körper herauszubekommen.

Es geht darum, Wahrnehmung und Reaktion wieder miteinander zu verbinden.

Warum wir in meiner Arbeit manchmal gemeinsam shaken

In meiner Arbeit lasse ich Klientinnen nicht einfach allein shaken.

Wir machen es gemeinsam.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Denn gerade wenn Bewegung ungewohnt ist, Unsicherheit auftaucht oder die eigene Körperwahrnehmung schnell zu viel wird, kann es entlastend sein, nicht allein damit zu sein. Ich bleibe präsent, gebe Orientierung und achte darauf, wie viel Bewegung gerade stimmig ist.

Beim Shaken wird der Körper locker geschüttelt. Nicht möglichst stark und nicht nach einem festen Ideal. Die Bewegung darf klein beginnen und sich so entwickeln, wie es gerade passt.

Das gemeinsame Shaken kann eine Brücke zwischen einem vollen Tag und der Stille sein. Der Körper muss nicht abrupt von Aktivität in völlige Bewegungslosigkeit wechseln, sondern darf zunächst wahrnehmen und bewegen, was noch da ist.

Danach schauen wir gemeinsam:

  • Hat sich der Atem verändert?
  • Fühlen sich die Beine anders an?
  • Ist mehr Kontakt zum Boden da?
  • Ist Stillsein jetzt angenehmer oder immer noch nicht passend?

Manchmal entsteht mehr Ruhe. Manchmal wird zunächst deutlicher, wie angespannt der Körper tatsächlich ist. Beides ist eine wichtige Information.

Eine kurze Übung vor der Meditation

Bevor du dich das nächste Mal direkt hinsetzt, kannst du einen kleinen Übergang ausprobieren.

Stell dich hin und schau dich zunächst im Raum um. Nimm wahr, wo du bist.

Spüre deine Füße auf dem Boden.

Beginne dann, deine Hände locker auszuschütteln. Nimm die Arme dazu, später vielleicht die Schultern und Beine. Die Bewegung muss nicht groß sein.

Lass deinen Atem so kommen, wie er kommt.

Nach ein oder zwei Minuten werde langsam wieder still. Bleib stehen und spüre nach.

Frage dich nicht sofort, ob du entspannter bist.

Beobachte stattdessen: Bin ich jetzt etwas präsenter? Spüre ich meinen Körper deutlicher?
Möchte ich mich hinsetzen oder lieber noch stehen bleiben?

Vielleicht passt danach eine kurze Meditation. Vielleicht auch nicht.

Beides darf eine stimmige Antwort sein.

Meditation ist kein Maßstab dafür, wie gut du entspannen kannst

Meditation kann eine wertvolle Praxis sein. Sie ist aber nicht für jede Frau zu jedem Zeitpunkt der passende Einstieg.

Wenn du beim Meditieren unruhig wirst, sagt das nicht automatisch etwas über deine Disziplin oder deine Fähigkeit zur Entspannung aus.

Es zeigt zunächst nur, dass dein Körper auf die Situation reagiert.

Diese Reaktion genauer kennenzulernen, ist oft hilfreicher, als sie sofort verändern zu wollen.

Denn Regulation beginnt nicht damit, dass du dich zur Ruhe zwingst.

Sie beginnt dort, wo du wahrnimmst, was gerade da ist, und wieder mehr Wahlmöglichkeiten bekommst.

Vielleicht verstehst du längst, warum du so angespannt bist. Du weißt, dass du viel trägst, selten Pausen machst oder dich häufig zurücknimmst. Und trotzdem verändert dieses Wissen allein nicht immer das, was dein Körper automatisch tut.

Genau hier setzt die Body Release Experience online an. Es geht nicht darum, noch mehr über dich herauszufinden, sondern über Bewegung, Atem und Körperwahrnehmung zu erleben, wie Aktivierung in deinem eigenen Maß in Bewegung kommen kann.

Du musst dabei nicht lernen, endlich ruhig zu werden. Du darfst herausfinden, was deinem Körper tatsächlich hilft, wieder mehr Wahlmöglichkeiten zu bekommen.

Einladung zur Body Release Experience LIVE online

Wenn du dabei sein möchtest, findest du hier alle Informationen und die Anmeldung.

Herzlichst, deine

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